Blaudruckwerkstatt Henkenjohann & Sander e.K.

Blaudruckwerkstatt Henkenjohann & Sander e.K.

Exhibitor

Contact Us

Personal information

Please enter your first name.
Please enter your last name.
* required

Your request

Please enter a message.
Please choose a recipient.

Send message

Your request has been sent successfully.
Send another message.

Hall plan

Please choose a booth.

Share link

Recommend

Recommendation of Blaudruckwerkstatt Henkenjohann & Sander e.K.

Divide various addresses by comma. The recipients will get a link to this platform.

Please enter a valid recipient.
Please enter a valid email address.
Please enter a message.
* required
Your recommendation has been sent successfully.
Send another message.

Exhibitor information

  • Manufakturen

Address

Willingerstr. 2
83043 Bad Aibling
Germany
Google Maps

Contact

Social Media Links

Company profile

In unserer Werkstatt versuchen wir die Tradition des originalen Blaudrucks in seiner ursprünglichen Form als Handdruck auf altem Bauernleinen aufrecht zu erhalten.

Die Ursprünge des Blaudrucks führen nach Indien – dem Land aus dem der hochwertige Farbstoff Indigo kommt. Der Indigo, der das so begehrte und unverwechselbare Blau liefert, wurde im Zuge des aufblühenden Ostindienhandels zuerst in England und Holland bekannt. Etwa Anfang des 17. Jahrhunderts wurde dieser blaue Farbstoff auch in Deutschland eingeführt und verdrängte durch seine bessere Qualität schon bald den heimischen Waid. Bei beiden Pflanzen handelt es sich um strauchartige Gewächse, aus deren abgeernteten Trieben der blaue Farbstoff gewonnen wurde.

Auch die Kenntnisse des Reserverdrucks kamen aus Indien zuerst nach England. Beim Reservedruck wird nicht das Muster selbst in der endgültigen Farbe aufgedruckt, um so das Muster auf dem Stoff zu „reservieren“, d.h. dass nach dem Färben das Muster weiß auf blauem Grund erscheint. Dem Nichteingeweihten erschien das als reinste Hexerei. Die Engländer nutzten die Gunst der Stunde und überschwemmten den europäischen Markt mit indischen Baumwolldrucken. Gegen die mit leuchtenden Farben dauerhaft bedruckten Kattune aus Ostindien, die im Reservedruckverfahren hergestellt wurden, konnten sich die europäischen Direktdrucke auf dem Markt nicht mehr behaupten. Als es dann auch noch den Holländern, Engländern, Franzosen und Schweizern gelang, selbst die Technik des Reservedrucks zu beherrschen, geriet der deutsche Zeugdruck in ernsthafte Existenznot.

Der Initiative des Augsburger Zeugdruckers Jerimias Neuhofer ist es zu verdanken, dass die Reservetechnik auch nach Deutschland kam. Er betrieb in Holland eine Art frühe Wirtschaftsspionage, um die Geheimnisse der neuen Drucktechnik auszukundschaften. Das Handwerk der Blaufärber verbreitete sich nun schnell über ganz Deutschland, vor allem in den Gebieten, in denen Leinen erzeugt wurde. Im Jahr 1743 gründete das „Blau- und Schönfärberhandwerk“ in Minden-Ravensburg sogar eine eigene Färberzunft. Somit genoss der Berufsstand der Blaufärber besonderes Ansehen.